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Kein Märchen: Revolution in Solingen 1848/49 und 1918/20

Donnerstag | 09. MAI | 18:30 Uhr
Sprecher: Ralf Rogge, Leiter Stadtarchiv Solingen

Die europäischen Herrscherhäuser kamen mit der Revolution 1848/49 ins Wanken. Im Deutschen Bund wurden bürgerliche Regierungen berufen, Wahlen durchzuführen und die verfassungsgebende Nationalversammlung tagte erstmals in der Pauluskirche in Frankfurt a. M. Dieses liberale, bürgerliche und demokratische Streben konnte aber auch im deutschen Nationalstaat nicht verwirklicht werden. Erst die Revolution am Ende des Ersten Weltkrieges stürzte die Monarchie und schuf 1919 die Ausgangspunkte der ersten deutschen Demokratie.

Für dieses revolutionäre Treiben in Solingen stehen vier Ereignisse, die wiederum nicht nur Bedeutung für Solingens Stadtgeschichte haben: Die Fabrikzerstörungen im März 1848; die Reichsverfassungkampagne, der bewaffnete Aufstand im Bergischen im Mai 1849 sowie Arbeiterräte und die soziale Republik im November 1918 als auch der Widerstand gegen den Kapp-Putsch im November 1920.

Wie wurde in Solingen Revolution gemacht? Mit welchen Waffen wurde gekämpft? Wie konnten die politischen Kräfte in Solingen Partizipation, Demokratie und soziale Gerechtigkeit einfordern und gibt es Rückschlüsse auf unsere Gegenwart?

Der Leiter des Stadtarchivs Solingen, Ralf Rogge, erläutert den Stellenwert und die besondere Rolle Solingens in den Revolutionen 1848/49 und 1918/20. Der Vortrag findet an einem authentischen Ort statt: das ehemalige Zeughaus in Gräfrath und heutige Klingenmuseum wurde von den Revolutionären im Mai 1849 gestürmt.

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid; in Kooperation mit dem Katholikenrat Solingen sowie dem Deutschen Klingenmuseum Solingen.